Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder: Wie ist das denn nun mit Laktose, Fruktose, Sorbit, Weizen, Gluten und Histamin…?!

Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder:  Wie ist das denn nun mit Laktose, Fruktose, Sorbit, Weizen, Gluten und Histamin…?!

Das ist leider gar nicht so einfach! Viele meiner Patienten vertragen tatsächlich einen oder mehrere dieser Nahrungsbestandteile nicht. Sie klagen über Blähungen, breiigen Stuhlgang, plötzliche Durchfälle, Übelkeit, Hautausschläge, Kopfschmerzen, verstopfte Nase, Völlegefühl oder Magenschmerzen.

 

Nahrungsmittelintoleranzen sind derzeit ein häufiges Phänomen. „Aber früher haben wir doch auch alles essen können?“, fragen mich dann manche Patienten. In der heutigen Zeit ist unser Körper jedoch mit zu vielen Stoffen konfrontiert. Das sind nicht nur die vielen Konservierungsstoffe, Farbstoffe und anderen künstlichen Zusätze in unseren Nahrungsmitteln, sondern auch diverse andere fremde Stoffen, die wir z.B. mit dem Trinkwasser, über Kosmetika oder die Luft aufnehmen. 

 

Unser Organismus muss sich ständig mit einer ungeheuren Vielfalt an neuen Partikeln auseinandersetzen, diese entgiften und ausscheiden. Es scheint, als ob derzeit ein bestimmtes Maß an Auseinandersetzung mit solch einer Vielfalt an Stoffen für viele Menschen eine Grenze erreicht hat. Manch’ ein Verdauungstrakt ist einfach überlastet, vielleicht auch entzündet und „streikt“.

 

In unserer schnelllebigen digitalen Zeit ist es nicht nur das Essen, das uns überlastet. Auch die vielen mannigfaltigen Eindrücke, die wir tagtäglich verarbeiten, also „verdauen“ müssen, scheinen einen wichtigen Einfluß auf unsere Verdauung zu haben.

 

In den nächsten Folgen meiner Blog-Artikel will ich die einzelnen Nahrungsmittelunverträglichkeiten genauer erklären und erläutern, was Sie dagegen tun können. 

 

Zu Beginn ist eine ordentliche Diagnostik der einzelnen Intoleranzen essentiell. So glauben manche Patienten zum Beispiel, dass sie an einer Fruktoseintoleranz leiden, weil sie nach dem Genuss von Ananas oder Sauerkraut Durchfall bekommen. Tatsächlich ist hier aber oft eine Histaminintoleranz die Ursache.

 

Ich habe auch schon viele Patienten kennengelernt, die die Empfehlung erhielten, doch nun bitte eine Psychotherapie zu machen, denn organisch war keine Ursache zu finden. Im Gespräch mit den Patienten und nach Durchsicht der Unterlagen stelle ich dann häufig fest, dass die einzelnen Intoleranzen bzw. Allergien noch nicht umfassend genug abgeklärt wurden. Andererseits können seelische Beschwerden natürlich auch deutlich auf den Magen oder Darm „schlagen“ und ähnliche Symptome wie eine Nahrungsmittelallergie auslösen. Und oft spielen beide Dinge, also organisches als auch psychisches, eine Rolle. Da ist es umso wichtiger, kompetent zu differenzieren und ganzheitlich zu therapieren!

 

Wir sehen, es ist unbedingt notwendig, die Nahrungsmittelunverträglichkeiten genau zu diagnostizieren, damit wir schädliche Nahrungsbestandteile vermeiden können. Tun wir das nicht, wird unser Magen-Darm-Trakt ständig gereizt, kann sich entzünden und es können sich weitere Folgekomplikationen entwickeln.