Hashimoto-Thyreoiditis: kann man etwas tun?

Die Hashimoto-Autoimmunthyreoiditis ist eine Krankheit, die ich sehr häufig bei den Patienten in meiner Praxis sehe, vor allem bei Frauen. Diese Entzündung, bei der sich das eigene Immunsystem gegen das Gewebe der Schilddrüse richtet, scheint sich wie eine Epidemie auszubreiten. Dabei führen die Krankheitszeichen, die sich sehr unterschiedlich äußern können, oft erst spät zur Diagnose und die Betroffenen wissen manchmal jahrelang nicht, warum es ihnen nicht so richtig gut geht. Die Beschwerden reichen von Zeichen der Schilddrüsen-Überfunktion zu Symptomen der Schilddrüsen-Unterfunktion und werden z.B. als Depressionen, Angsterkrankungen, Erschöpfung, etc. verkannt. Leider sind die genauen Ursachen r Hashimoto noch nicht gefunden. Ebenso wenig bekannt sind kausale Therapien, so dass die Entzündung meist zur vollkommenen Zerstörung der Schilddrüse führt und der Patient dann lebenslang Schilddrüsen-Hormon substituieren muss.

 

Das alles sollte jedoch aus meiner Sicht kein Grund sein, in therapeutischen Pessimismus zu verfallen! Im Gegenteil – zusammen mit den vielen Hashimoto-Patienten aus meiner Praxis habe ich gelernt, dass es sich gerade bei den Autoimmunerkrankungen sehr lohnt, auf seinen Lebensstil, wie z.B. die Ernährung, zu achten und sich im alternativmedizinischen Bereich, z.B. in Form von Heilkräutern, Hilfe zu holen. Und ja, ich habe schon gesehen, dass die Schilddrüsen-Autoantikörper im Blut wieder weniger werden, die Dosis von L-Thyroxin gesenkt werden kann und sich die Betroffenen sichtlich wohler fühlen. Dabei ist es ganz wichtig, den Patient in seiner Individualität zu betrachten und ein ganz auf ihn und mit ihm abgestimmtes Therapiekonzept zu erstellen.